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Kompositversicherung 2030 | Teil 3: Lösungsoptionen und Denkansätze auf dem Weg ins Jahr 2030

Sachversicherung (SHUK)
grüne Wiese

In Teil 1 und Teil 2 haben wir die Ausgangslage analysiert und die verschiedenen Herausforderungen skizziert. Teil 3 umfasst nun mögliche Lösungsansätze und Denkansätze auf dem Weg ins Jahr 2030.

Ertragsorientierte Steuerung ermöglichen

Ertragsorientierte Steuerung von Maßnahmen, Entscheidungen und Programmen mit klarem Fokus auf wirtschaftliche Wertsteigerung. Die Verfügbarkeit einer ausreichenden Transparenz über das aktuelle Geschäft, über Margentreiber und Verlustbringer sowie die Option zur Analyse der Daten in den Dimensionen Produkt / Risiko und Kunde / Vertrieb bilden die Grundlage des abzuleitenden Maßnahmenportfolios.

Standardisierung vs. Individualisierung

Klare Positionierung bei Produkten, Prozessen und Vertriebswegen im Spannungsfeld Standard vs. Individual. Zentral ist die Frage: Wo ist Individualität eine Stärke – und wo ein Kostentreiber? Die Antwort darauf kann je nach Sparte oder Zielkundengruppe variieren.

Wertschöpfungskette strategisch hinterfragen

Hinterfragen der eigenen Wertschöpfungskette und Leistungsbreite/-tiefe im Sinne einer zielgerichteten Allokation von Ressourcen. Gibt es Dienstleister oder Kooperationspartner, die Teile der Wertschöpfung effizienter, günstiger und ohne relevanten Qualitätsverlust übernehmen könnten? Gibt es die Chance Ressourcenengpässe aufzulösen, Investitionen zu reduzieren, Rückstände abzubauen, etc.

Prozesslandschaften effizient gestalten

Ein kritischer Blick auf die bestehende Prozesslandkarte ist notwendig. Dabei braucht es die Bereitschaft, Dinge wegzulassen oder bewusst nicht mehr anzubieten – sowie Regeln, Vorschriften und Arbeitsanweisungen zu straffen, um die Effizienz zu steigern.

Investitionen zukunftsorientiert ausrichten

Geplante Investitionen sollten sich an zukünftig benötigten Features orientieren – nicht am Status quo. Der Blick sollte ergebnisoffen sein: SaaS-Lösungen oder andere Alternativen zum Kauf oder zur Eigenentwicklung gehören mit in den Lösungsraum.

Kooperationen und Ökosysteme nutzen

Offenheit für neue Partnerschaften schafft Spielräume – etwa beim Aufbau neuer Services (z. B. in der Schadenprävention), bei der Erweiterung branchenübergreifender Angebote oder zur Steigerung der Bearbeitungseffizienz.

Innovationspotenziale frühzeitig erschließen

Trendscouting und eine offene Haltung gegenüber neuen Technologien und Optionen sind Voraussetzung, um zukünftige Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit diesen Ansätzen gemacht? Welche weiteren zukunftsgerichteten Lösungsoptionen gibt es? Michael Fenz und Fabian Claßen freuen sich auf den Austausch in den Kommentaren.

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